Größtes Zivilgesellschaftsforum zu nuklearer Abrüstung in Wien veranstaltet – über 600 Teilnehmende aus der ganzen Welt

Am 6.-7. Dezember 2014 haben sich mehr als 600 Teilnehmer*innen aus mehr als 70 Ländern in Wien versammelt um die humanitären Auswirkungen von Nuklearwaffen hervor zu heben. Das ICAN Civil Society Forum war die größte zivilgesellschaftliche Veranstaltung in Wien zum Thema Abrüstung. Es war zehn mal größer als das im Jänner 2013 organisierte Civil Society Forum – Opportunities for Engagement UNSCR 1540.

Die Forderung beim Forum war eindeutig: Wir brauchen ein weltweites Verbot von Nuklearwaffen. Alleine die Existenz dieser schrecklichen Massenvernichtungswaffen stellt für die gesamte Menschheit ein enormes Risiko dar. Berichte von Überlebenden von Nuklearwaffenexplosionen und Nuklearwaffentests sowie von Wissenschaftler*innen und Expert*innen bezeugten die katastrophalen Auswirkungen von Kernwaffen und die Notwendigkeit sie umgehend zu eliminieren. Nuklearwaffen sind die letzten nicht geächteten und verbotenen Massenvernichtungswaffen.

Dem Zivilgesellschaftsforum folgt die Wiener Konferenz zu den humanitären Konsequenzen von Nuklearwaffen in der Hofburg. Am 8.-9. Dezember 2014 treffen sich dort 170 Staaten um die Folgen von einem möglichen Einsatz oder Unfall von Nuklearwaffen klar auf zu zeigen und über nächste Schritte im Prozess zu beraten. Als dritte Konferenz in Folge, nach Oslo, Norwegen in 2013 und Nayarit, Mexiko Anfang 2014 fällt ein besonderes Augenmerk auf Wien. Als Vertreter der Zivilgesellschaft erwarten wir, dass die anwesenden Staaten die Folgen endgültig anerkennen und die daraus logischen Konsequenzen ziehen. ICAN ist dort ebenfalls mit einer großen Delegation vertreten.

„Wir fordern die auf der Wiener Konferenz anwesenden Staaten auf, einen Schritt voran zu gehen und Verhandlungen zu einem Nuklearwaffenverbotsvertrag an zu fangen.“ so Nadja Schmidt, Direktorin von ICAN Austria.

Die sogenannte humanitäre Initiative im Bereich der nuklearen Abrüstung hat in den vergangenen Jahren enorm an Aufmerksamkeit gewonnen. Österreich nimmt in dem Diskurs eine Sonderrolle ein. 2013 forderte Bundespräsident Heinz Fischer vor der UNO eine Stigmatisierung und ein Verbot. Im Juli 2014 verabschiedete der österreichische Nationalrat einstimmig einen Entschließungsantrag, welcher einer der stärksten parlamentarischen Verlautbarungen weltweit zu dem Thema darstellt.

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